Der heutige Tag war recht entspannt. Man merkt, daß die Großprojekte soweit abgeschlossen sind und die Luft etwas raus ist. Daher gibt es nicht viel zu berichten:
Der Skipper faltete sich wieder in seinem Motorraum zusammen und hat diesem ganzen Gebilde an Technik etwas Pflege gegönnt, während wir in die Stadt gefahren sind, um unsere Lebensmittelvorräte aufzufüllen. Denn wer arbeitet, muß auch essen!!!
unser Herz von oben
der Skipper an der Stopfbuchse
wer ist hier wohl der neue Impeller?
es passen auch zwei Männer in den Motorraum
Jürgen hat sich dann noch etwas mit der Toilettentechnik beschäftigt und defekte Teile ausgetauscht – und immer wieder: in Schränken nachschauen, was hier noch für Schätzchen gelagert sind und entsorgt oder wieder eingeräumt werden wollen.
Nun, die Männer haben stundenlang mit der Anbringung unserer neuen Rettungsinsel verbracht. Diese ist für 6 Personen und ausgestattet mit allem, was man für eine Aufenthaltsdauer von über 24 Stunden benötigt. Unglaublich, was in diesem kleinen Päckchen alles drin ist. Gut… das Päckchen wiegt 54 kg.
der Skipper beim Schweißen
gemeinsames Gefummel
Fertich !!
Dann hat der Skipper noch den neuen Genua-Holer montiert. Puh, wie erklär ich Euch jetzt den Genua-Holer? ….also: das ist der „Bendel“, mit dem das vordere Segel (die Genua) wieder eingerollt wird, wenn sie nicht mehr benötigt wird. OK, ging doch mit dem Erklären.
Ich habe dann noch in den Tiefen des Bootes eine alte Tauchausrüstung gefunden und angefangen, das vorhandene Kartenmaterial zu sichten und zu beschriften. Damit man auch was findet, wenn man es sucht.
die Balearen schon gefunden 🙂
durchzusehender Stapel
Und jetzt basteln die Männer an den Winschen und gönnen diesen etwas Pflege in Form von zerlegen, reinigen, fetten und zusammenbauen. Hoffen wir mal, daß da kein Teil übrig bleibt
Ach, und der Skipper gönnt uns eine neue Starter-Batterie, da hier schon bei der alten Schwächeerscheinungen aufgetreten sind und statt der gewünschten 12 Volt nur noch 6.38 gemessen werden. Daher krabbelt er jetzt noch im Motorraum rum, der für Segelboot-Verhältnisse sehr geräumig ist.
Der heutige Tag brachte auch wieder ordentlich Arbeit:
der 2. Antifoulinganstrich wurde aufgebracht – Tata, fertig
Jochen hat im Innenleben weiter gewurschtelt und sein neues Radio angeschlossen. Dazwischen immer wieder aufräumen und in Schaps und Schubladen sichten, was hier noch vom Vorbesitzer an Werkzeug, Plänen, Karten etc. hinterlassen wurde. Jürgen hat unseren roten „Rally-Streifen“ aufpoliert
Karate Kid 2021: links auftragen
rechts polieren 🙂
Und dann hat der Skipper unserem Mädchen endlich seinen Namen gegeben, getauft und Neptun ein kleines Opfer gebracht.
wir sind jetzt mit dem vollgeladenen Auto und Anhänger in 26 Stunden über Österreich, Ungarn, Serbien und Bulgarien 2300 km nach Griechenland gefahren. Begleitet werden wir von Jürgen, einem Freund, der sofort gesagt hatte „da bin ich dabei“ – ich weiß nicht, ob er das inzwischen bereut.
Und da steht sie endlich vor uns – unser Mädchen
was bisher geschah:
Wir sind jetzt seit 3 Tagen an Bord und es geht langsam vorwärts. Zunächst haben die Jungs das Boot von außen gründlich gereinigt und für den neuen Antifouling-Anstrich vorbereitet. Dann wurde der alte Name „Pegasus“ entfernt, damit unser Mädchen bald seinen neuen Namen stolz tragen kann. Ebenso haben sie 2 Löcher in unseren Rumpf gebohrt, um ein neues Lot/Log und den Forwardscan einzubauen.
der Putztrupp steht bereit
der Skipper bohrt sein erstes Loch
Im Innenbereich habe ich alles gründlich von der dicken Staubschicht befreit und sämtliche Schaps und Fächer inspiziert. Säckeweise haben wir Bekleidung, Bettwäsche und Hygiene-Artikel sowie alte Lebensmittel des Vorbesitzers entsorgt.
Die Jungs haben eine neue Windex und Windmessanlage am Mast angebracht, die Dreifarben-Laterne etwas aufgefrischt, die neue Radarschüssel montiert. Dazu auch in mühevoller Arbeit und heftigem Gefluche die Kabel hierzu eingezogen.
Was haben wir heute geschafft:
Jürgen und ich haben den 1. Antifoulinganstrich aufgebracht.
Jochen hat zunächst zusammen mit Jürgen die neue Radarschüssel installiert und sich dann im Innenraum ausgetobt und seine neuen Gerätschaften angeschlossen: AIS-Sender, Kartenplotter, Radaranlage, Lot/Log und Forwardscan. Um 23 Uhr dann endlich die erlösenden Rufe: fertig, es läuft