Autor: Sabine (Seite 11 von 12)

Tag 1 + 2 Preveza

Bei unserem Überführungstörn begleiten uns in der ersten Woche unsere Freunde Clemens und Bianca aus Österreich. Diese beiden werden bis Malta mitsegeln und uns dabei unterstützen, das Boot klar zu bekommen und dann loszutuckern.

Der gestrige Tag war für uns alle sehr anstrengend, wir sind um 2 Uhr in der Nacht aufgestanden und unsre Östreicher haben zwar vor Ort schon übernachtet, aber logischerweise nachts um 4 Uhr keinerlei Frühstück erhalten. Entsprechend waren wir übermüdet und ausgehungert.

Nachdem wir um 10 Uhr gelandet sind, waren wir natürlich die letzten, die aus dem Flieger aussteigen durften, weil wir Plätze in der Mitte des Flugzeuges hatten. Entsprechend waren die paar Taxis, die nicht gestreikt haben, alle schon weg und die Schlange am Taxistand lang.

morgens um 7 Uhr in D
morgen um 10 Uhr in GR

Also ist Sabinchen wieder in den Flughafen und hat innerhalb von 5 Minuten am örtlichen Autoverleiher ein Auto gemietet. (Die Schlangen bei den bekannten, großen Autovermietern waren natürlich auch sehr lang)

Mit unserem Mockelchen bin ich dann stolz bei unserer Truppe vorgefahren. Die Blicke der in Schlange stehenden waren gut für unser Gemüt. Wir hätten eigentlich noch mehrmals fahren und Taxi spielen müssen; schneller hätten wir kein Geld verdient – wobei…auf die Idee mit dem Autoverleih hätten die ja auch selbst kommen können. Das war im Endeffekt auch nicht teurer, als alles mit dem Taxi abzuklappern.

Der Plan war, das Boot an Land vorzubereiten und am Spätnachmittag war ein Termin für das „zu Wasser lassen“ gebucht. Um 12.30 Uhr kam dann von der Marina die Info, daß sie jetzt wassern wollen, obwohl unser Skipper grade mit dem Auto unterwegs war, um noch etwas Gas zu besorgen. Eine Stunde konnte ich noch herausschlagen. Also gingen wir im Hauruck-Verfahren um 13.30 Uhr ins Wasser – es waren noch keine Segel angeschlagen und sogar unser Steuerrad war noch nicht montiert.

Da wir ja jetzt ein Auto vor Ort hatten, konnten wir dann bequem noch zum Einkaufen fahren und haben unser Boot vollgeladen. Bis abends um 20 Uhr haben wir geräumt und montiert, das Dinghi aufgepumpt und vieles mehr.

Dann kam der Punkt „ich mag nicht mehr“. Also nix mehr mit gemütlich Duschen, da wir ja zum Essen gehen wollten und die Taverne hier vor Ort hat nicht ewig geöffnet.

Todmüde und mit rot gefärbter Haut sind wir gestern dann alle um 22.30 Uhr erschöpft ins Bett geplumpst.

Heute war der Tag der sichtbaren Arbeit. Noch vor dem Frühstück haben wir die Segel angeschlagen, da morgens noch kein Wind da ist und das Ganze erheblich erleichtert.

Die gestern schnell eingelagerten Vorräte wurden übersichtlich gelagert, die von uns bereits im April eingelagerten Klamotten wurden ebenso mit Sinn eingeräumt.

Jochen hat „seine Crew“ in die Technik und die Sicherheitsausrüstung eingewiesen und so ging der Tag auch schnell rum. Daher fahren wir heute nicht mehr los, sondern lassen den Tag gemütlich mit Baden und Relaxen ausklingen.

Countdown läuft

Morgen geht es endlich los und wir fliegen nach Griechenland, um unseren Überführungstörn zu starten.

Es ist soweit alles gepackt. Im Vorfeld haben wir noch ein schönes Paket geschnürt und mit DHL vorausgeschickt, was laut Paketverfolgung auch schon angekommen ist 

Schauen wir mal, was wir alles vergessen haben, wenn wir in Griechenland angekommen sind und ausgepackt haben.

30.04.2021

Unser letzter ganzer Tag bricht an und beginnt damit, daß wir in die Stadt zum PCR-Test für die Rückreise müssen. In diesem Zuge gehen wir gleich noch zum Einkaufen und bunkern schon einmal Wasser, Konserven und anderes für unseren Überführungstörn, da wir ja jetzt unser Auto dabei haben und alles bequem bis zum Boot fahren können.

Dann muß unser Mädchen leider aus dem Wasser. Ich bin mir sicher, sie will das auch nicht!! Das war wieder sehr spannend, was die Jungs hier so an großem Gerät auffahren, um unsere 15 Tonnen aus dem Wasser zu holen.

Dann war wirklich nur noch aufräumen angesagt, die Segel verstauen, alle Fallen, Rollen und Leinen abnehmen.

Zur Belohnung nach dieser aufregenden und anstrengenden Arbeit bei dieser Hitze heute haben wir uns mit einer großen Schüssel frischer, süßer Erdbeeren belohnt

Damit wir auch diesmal „im Wasser“ waren, sind wir noch mal runter an unseren „The Beach“ und haben die Füße reingesteckt.

Ein schöner Abschluss für zwei anstrengende, aber schöne Wochen Arbeit in Griechenland.

29.04.2021

…und wieder beginnen wir den Tag damit, noch einmal rauszufahren, um unseren Genaker (Schwachwindsegel) auszutesten. Gerade als wir das Fahrwasser ins freie Wasser verlassen wollen, kommt der Anruf, daß der für morgen vormittag bestellte Tankwagen zur Diesellieferung einen Tag zu früh dran ist. Also drehen wir nochmal um und tanken unser Mädel erst mal auf.

Dann wieder hinaus und Genaker hinauf. Auch das haben wir hingekriegt und das Segel steht.

Bei so wenig Wind wie heute macht aber auch das nur bedingt Spaß. Daher dann wieder zurück an den Steg und noch einige Reparaturen an den Toiletten vornehmen, den Wassertank schon mal auffüllen und die Segel wieder abschlagen. Morgen kommt unser Mädchen wieder aus dem Wasser und muß dafür wieder entsprechend vorbereitet werden.

Der Jungs haben dann nochmal unseren Außenborder vom Dinghi ausgepackt und probiert, ob dieser auch funktioniert. Und…..läuft

28.04.2021

Heute waren wir wieder auf dem Wasser, um noch einige Sachen auszuprobieren und umzubauen.

Am Nachmittag haben wir dann mal einen Rundgang durch die Marina gemacht, da Jürgen gelesen hatte, daß es auf dem Marina-Gelände eine archäologische Grabungsstätte gäbe. Ob dies nun eine ist, oder nicht, sei dahingestellt. Es sind ein paar Steinchen da, aber ob die schon so alt sind???

Hier ein paar Eindrücke des Marina-Geländes

27.04.2021

Heute kam unser Mädchen endlich unter deutscher Flagge ins Wasser.

Nach dem Entfernen der ersten Stützen und dem Anheben des Schiffes konnten noch schnell die Stellen am Boot gestrichen werden, an die wir vorher gar nicht ran kamen.

Für alle, die sich nicht vorstellen können (mich eingeschlossen), wie so ein Schiffchen ins Wasser kommt:

Das sah alles sehr einfach aus…

Wir hatten auch guten Wind, so daß wir heute nur mit dem Vorsegel gesegelt sind. Wir wollten Jürgen nicht gleich die volle Schräglage bieten bei seinen ersten Segelerfahrungen.

endlich unter deutscher Flagge / Jürgen und sein Skipper / unser schönes Vorsegel / Jürgen der Raser fährt über 8 Knoten / alte Festungsanlagen

Und ja, der Skipper hat gut gearbeitet und die gebohrten Löcher sind alle wieder dicht.

26.04.2021

Ein schöner, sonniger Tag in Griechenland und wir kommen voran!!

Der Skipper hat sich heute den restlichen Winschen angenommen und diese zerlegt und gefettet, auf daß diese morgen beim Testsegeln alle problemlos funktionieren.

und immer liebevoll das Fett einmassieren

Dann noch schnell unseren „Joystick“ anbringen

und…..stundenlang Material sichten, sortieren und dokumentieren, in welchem Schap welches Teil versteckt liegt.

Beim Ausräumen der Bugkabine haben die Jungs dann die vorhandenen Segel gesichtet und mal unter Deck gehisst. (Trockenübung für Jürgen :-))

25.04.2021

Sonntag und Kaiserwetter. Endlich knallt die Sonne mal so runter, wie wir es von Griechenland erwartet haben.

Heute war wieder großes Sortieren angesagt, das vorhandene Werkzeug wurde gesichtet, sortiert und eingeräumt.

Da wir für Dienstag wohl die Genehmigung der Behörde bekommen, daß wir in das Wasser dürfen, um unsere installierten Systeme zu checken, ging es heute daran, unserem Mädchen sein Segelgewand anzulegen.

Zunächst haben wir das Vorsegel angeschlagen.

und hoch damit
der Lappen hängt

Nach unserer verdienten Pause ging es dann daran, daß Großsegel anzuschlagen. Nachdem es bis dahin wirklich windstill war, kam prompt zum Einfädeln dieses großen Segels ein Windchen auf und erschwerte die Angelegenheit etwas. Aber „wir schaffen das“!!! Da dabei alle Hände gebraucht wurden, gibt es hierzu leider keinen Fotobeweis.

von oben links: Der Lappen wird mal grob ausgebreitet, schön verpacken, letzte Handgriffe zooooom – fertig

Zum Abschluß des Tages:

Blick gen Westen zur untergehenden Sonne
und gen Osten zum Mond

24.04.2021

Der heutige Tag war recht entspannt. Man merkt, daß die Großprojekte soweit abgeschlossen sind und die Luft etwas raus ist. Daher gibt es nicht viel zu berichten:

Der Skipper faltete sich wieder in seinem Motorraum zusammen und hat diesem ganzen Gebilde an Technik etwas Pflege gegönnt, während wir in die Stadt gefahren sind, um unsere Lebensmittelvorräte aufzufüllen. Denn wer arbeitet, muß auch essen!!!

unser Herz von oben
der Skipper an der Stopfbuchse
wer ist hier wohl der neue Impeller?
es passen auch zwei Männer in den Motorraum

Jürgen hat sich dann noch etwas mit der Toilettentechnik beschäftigt und defekte Teile ausgetauscht – und immer wieder: in Schränken nachschauen, was hier noch für Schätzchen gelagert sind und entsorgt oder wieder eingeräumt werden wollen.

23.04.2021

Was gibt es von heute zu berichten?

Nun, die Männer haben stundenlang mit der Anbringung unserer neuen Rettungsinsel verbracht. Diese ist für 6 Personen und ausgestattet mit allem, was man für eine Aufenthaltsdauer von über 24 Stunden benötigt. Unglaublich, was in diesem kleinen Päckchen alles drin ist. Gut… das Päckchen wiegt 54 kg.

Dann hat der Skipper noch den neuen Genua-Holer montiert. Puh, wie erklär ich Euch jetzt den Genua-Holer? ….also: das ist der „Bendel“, mit dem das vordere Segel (die Genua) wieder eingerollt wird, wenn sie nicht mehr benötigt wird. OK, ging doch mit dem Erklären.

Ich habe dann noch in den Tiefen des Bootes eine alte Tauchausrüstung gefunden und angefangen, das vorhandene Kartenmaterial zu sichten und zu beschriften. Damit man auch was findet, wenn man es sucht.

die Balearen schon gefunden 🙂
durchzusehender Stapel

Und jetzt basteln die Männer an den Winschen und gönnen diesen etwas Pflege in Form von zerlegen, reinigen, fetten und zusammenbauen. Hoffen wir mal, daß da kein Teil übrig bleibt

Ach, und der Skipper gönnt uns eine neue Starter-Batterie, da hier schon bei der alten Schwächeerscheinungen aufgetreten sind und statt der gewünschten 12 Volt nur noch 6.38 gemessen werden. Daher krabbelt er jetzt noch im Motorraum rum, der für Segelboot-Verhältnisse sehr geräumig ist.

der Skipper zusammengefaltet im Motorraum
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