
Unser Mädchen ist ein Aluminium-Boot mit einer eingetragenen Länge laut Schiffsmessbrief von 13,05 Meter und einer Breite von 3,80 Metern. Der Tiefgang beträgt 1,90 Meter (also das, was unter Wasser ist). Das Boot wurde 1983 in Holland gebaut, der Designer Van der Stadt hat dort einen guten Ruf. Das Boot lief bisher auch immer unter holländischer Flagge. Unsere Masthöhe beträgt 16 Meter.
Das Außendesign:
Wir haben ein sogenanntes Mittelcockpit, d.h. das Steuerrad und der sichere Aufenthaltsbereich befinden sich in der Mitte des Bootes. Das ergibt unter Deck ein größeres Raumangebot und über Deck eben mehr Sicherheit, wenn das Wetter und die See etwas rauher wird. Dann steuern wir hier relativ gut geschützt und müssen nicht gleich Angst haben, über Bord gespült zu werden. Wir können alle Segel gut aus dem Cockpit bedienen, auch der Steuermann kommt überall gut hin, ohne daß er eine große Crew benötigt, die ihm hilft.
was jeden interessiert: wie wohnen wir? Die Innenaufteilung
Im Bug haben wir eine Doppelkoje mit großen Stauraum unter den Kojen. Hier sind die diversen Ersatzsegel sowie viel Zubehör verstaut.
Direkt dahinter befindet sich eine Toilette und ein Handwaschbecken.
Nun kommen wir in das Herzstück, in die Pantry; Wohnzimmer, Esszimmer, Küche und Navigationsbereich. Hier ist alles untergebracht, was man so ständig benötigt. In „meiner“ kleinen Küche kann man auch bei Schräglage noch gut werkeln, weil man sich schön einkeilen kann. An unserem Navigationstisch kann man gut sitzen und arbeiten und hat alle wichtigen Gerätschaften im „Kontrollblick“. Unter allen Bänken sind Staufächer, ebenso im Boden und an den Wänden, die sogenannten Schapps. (was der Nicht-Seemann als Schrank oder Schublade bezeichnen würde)
Hinter dem Treppenaufgang befindet sich unser „Herz“, der Motorraum. Der Zugang ist am Nav-Tisch vorbei im Durchgang backbord. Steuerbords befinden sich noch zwei Stock-Kojen, die zu Lagerplatz für Werkzeug, Lebensmittel u.a. umfunktioniert wurden. Hier sind wir nun genau unter dem Mittelcockpit.
Nach dem Durchgang befindet sich auf der rechten Seite das große „Bad“. Toilette, Waschtisch und gleichzeitig Dusche.
Im Heck dann unser Schlafgemach.
Dahinter kommt dann…..nichts mehr, nur noch ein Blick auf unsere Ruderanlage.
Alles in allem ein kleines, wohnliches Zuhause, in dem wir uns schon jetzt wohl fühlen. Was Jochen wichtig war: Stehhöhe für Menschen in seiner Körpergröße, Menschen wie ich müssen da eigentlich gar nicht drüber nachdenken und alle die, die an die 2 Metern gehen – ihr müsst Euch halt a bisserl den Kopf einziehen – aber das müsst Ihr dann ja sowieso auf jeder Yacht.










Hallo Ihr Lieben,
ich habe euren Blog nach der Lektüre im TO-Magazin gefunden und fand eure Berichte über Feuerland in Bild und Wort so schön, dass ich fast alle Beiträge gelesen habe!
Da wir mit unserer Ovni auch Patagonien bereisen wollen, habe ich zwei Fragen.
Welche Festmacher (Länge, Material und Durchmesser) habt ihr in den Caletas benutzt und wo gekauft?
Und habt ihr außer der „blauen Bibel “ noch weitere spezielle Literatur verwendet.
Fair winds and following seas
Jens
Von der TENDREL-AURELIE
Hallo Jens
Hat etwas gedauert da wir gerade auf Passage waren;-)
Danke für die Rückmeldung und dass Dir unser Block gefällt.
Zu deinen Fragen. Wir hatten nur die „blaue Bibel“ als Nachschlagewerk, sie bietet auch sehr viel Informationen drum herum. Leider ist unseres Wissens diese nicht mehr Neu zu erwerben, eine Neuauflage ist wohl nicht geplant.
Unsere Landleinen haben wir in Mar del Plata gekauft in einem Geschäft für Fischereibedarf. Die Rolle hat 220m, wir haben da zwei Leinen daraus gemacht mit 100m bzw. 120m Länge. Von der Stärke nutzen wir je eine Rolle mit 14mm und 16mm.
Die Noforeignland App ist da eine gute Hilfe um Orte zu finden oder für Ankerplatz-Informationen, die Infos wachsen. Waren bei unserem Start die eingetragenen Ankerplätze noch recht übersichtlich, sind es mittlerweile doch schon viele.
Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen, bei Fragen kannst du dich auch gerne wieder melden.
Gruß Jochen